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Bakterielle Vaginose: Symptome, Ursachen und Abhilfe

Die bakterielle Vaginose ist eine Scheideninfektion, die relativ oft vorkommt. Umso wichtiger ist es, dass Frauen wissen, wie man sie erkennt, vorbeugt und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die vaginale Flora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. All das erfährst du hier.

© Unsplash / dainis graveris


Was ist eine bakterielle Vaginose?

Bei einer bakteriellen Vaginose ist die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten. Das heißt der Anteil an Milchsäurebakterien – die für die Vaginal-Flora äußerst wichtig sind – sind im Vergleich zu den anderen Bakterien zu gering.

Eine bakterielle Vaginose nicht also nicht durch eine Infektion bestimmter Bakterien ausgelöst, sondern durch ein Ungleichgewicht der in der Vagina vorhandenen Bakterien. Welche Symptome eine Vaginose hervorruft, erfährst du im nächsten Abschnitt.


Symptome einer bakteriellen Vaginose

Die Symptome einer bakteriellen Vaginose können Folgende sein:

  • weiß-gräulicher Ausfluss (Fluor) der schaumig wirken kann
  • unangenehm fischiger Geruch im Intimbereich
  • Jucken und Rötungen im Intimbereich
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Solltest du diese Symptome bei dir feststellen, solltest du einen Termin bei deinem Frauenarzt ausmachen, um der Sache auf den Grund zu gehen und die richtige Behandlung einzuleiten.

 

Schwangere sollten besonders aufpassen 

Studien haben gezeigt, dass bei Schwangeren ein Zusammenhang von bakterieller Vaginose und einer Frühgeburt besteht. Weitere Komplikationen sind vorzeitige Wehen und ein erhöhtes Infektionsrisiko, beispielsweise von Kaiserschnitt- oder Dammschnitt-Narben. Daher sollten Schwangere besonders auf Symptome achten, die auf eine Vaginose deuten und diese im Zweifel abklären lassen.


Behandlung einer bakteriellen Vaginose

Wichtig ist, dass du nicht rumexperimentierst und alle möglichen Behandlungsoptionen mit deinem Arzt abstimmst.

Eine bakterielle Vaginose kann sowohl mit oralen also auch vaginalen Medikamenten behandelt werden. Oft findet eine lokale Behandlung durch Milchsäurebakterien statt. Hier werden die für eine gesunde Vaginalflora benötigten Laktobakterien mit einer Art großer Pipette direkt in den Vaginalgang eingeführt und sorgen dort wieder für ein Gleichgewicht. Leider ist das Rückfallrisiko relativ hoch und liegt bei etwa 60 Prozent.


Bakterieller Vaginose vorbeugen

Um Symptome gar nicht erst entstehen zu lassen.  ist es wichtig die Scheidenflora im Gleichgewicht zu halten. Außerdem gibt es einige Faktoren, die eine Vaginose begünstigen können:

  • Feuchtwarmes Milieu: Vermeide synthetische nicht atmungsaktive Kleidung, die Schweißbildung im Intimbereich fördert.
  • Übertriebene Intimhygiene: Seifen, Duschen, Lotionen, Intimsprays sind unnötig und im schlechtesten Fall schädlich. Mit all den Stoffen zerstörst du deine natürliche Flora, was dann zu einer bakteriellen Infektion führen kann. Wasser und (wenn überhaupt) eine sanfte Intimseife reichen absolut aus. Und merke: Wasche niemals deinen Scheidengang, das ist absolut nicht nötig.
  • Darmbakterien können leicht in die Vagina eindringen: Da Scheideneingang und Anus bei Frauen sehr nah beieinander liegen, kann es vorkommen, dass Darmbakterien in die Vagina umsiedeln. Das kann zur Vaginose führen. Wische dich nach dem großen Geschäft immer von vorne nach hinten ab, um die Wanderung der Darmbakterien nicht zu begünstigen.
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten: Antibiotika greifen als Nebenwirkung nicht nur deine natürliche Darmflora, sondern auch die Scheidenflora – genauer gesagt die Milchsäurebakterien an.

Quellen