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Depressive Vagina – gibt es sowas wirklich?

Es hört sich fast wie ein ausgedachter Begriff an: die depressive Vagina. Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um ein echtes Krankheitsbild. Hier liest du, wie du eine Vagina-Depression erkennst und, was du dagegen tun kannst.

Und was kann ich dagegen tun?
Und was kann ich dagegen tun?
© Pexels/ cottonbro

Depressive Vagina – was ist das?

Eine depressive Vagina beschreibt ein Krankheitsbild, das von Medizinern als vaginale Atrophie bezeichnet wird. Laut US-Studien ist fehlende Stimulation der Vagina der Auslöser für die Vagina-Depression.

Wenn du lange Zeit keinen Sex hast, kann es sein, dass deine Vagina schlechter durchblutet wird. Durch die schlechte Durchblutungen kann es zu einem Sauerstoffmangel kommen – das wirkt sich negativ auf das Kollagen in der Scheidenwand aus.

Die Folge: Das Bindegewebe kann weniger elastisch werden. Außerdem kann es vorkommen, dass weniger Östrogen produziert wird – das kann Scheidentrockenheit und verminderte Lust zur Folge haben.

Wer ist davon betroffen?

Frauen jedes Alters können an einer vaginalen Atrophie leiden. Besonders häufig trifft es jedoch Frauen in den Wechseljahren. Hier kann der sinkende Östrogenspiegel zu weniger Lust führen – oder die Frau hat aus anderen Gründen weniger Sex.

Es gibt jedoch auch andere Risikofaktoren: Unter anderem sind Raucherinnen oder Frauen, die hormonelle Mittel wie die Pille einnehmen eher betroffen.

Symptome einer depressiven Vagina

Die vaginale Atrophie ist meist schwer zu erkennen, da die Symptome auch als Pilzinfektion oder bakterielle Infektion interpretiert werden können. Unter anderem kommt es zu…

  • …vaginaler Trockenheit
  • …Brennen beim Wasserlassen
  • …Jucken
  • …verminderter Lust

Eine genaue Diagnose kann jedoch nur ein Arzt stellen. Solltest du eins oder mehrere dieser Symptome zeigen, ist ein Arztbesuch also ratsam. Die depressive Vagina ist übrigens nicht gefährlich – sollte es sich dabei aber um eine Infektion handeln, sollte diese behandelt werden.

Was kann ich gegen die depressive Vagina tun?

Es gibt keine Therapie für die vaginale Atrophie. Das beste Mittel: Sex. Regelmäßiger Sex sowie Selbstbefriedigung fördert die Durchblutung der Vagina.

Wenn deine Vagina längere Zeit keine Stimulation mehr hatte, kann Sex erstmal etwas unangenehm sein. Vor allem bei Scheidentrockenheit solltest du langsam wieder loslegen. Beim Sex kann es nämlich zu Schmerzen kommen.

 

Mit Selbstbefriedigung und Massagen kannst du in deinem eigenen Tempo starten. Willst du sofort wieder Sex haben, kann auch Gleitgel hilfreich sein. Der Penis des Mannes sowie Kondome und Gleitgel können nach einer langen Sex-Pause deine Schleimhäute reizen und die Scheidenflora durcheinanderbringen.

Depressive Vagina vorbeugen – wie geht das?

Du kannst die Vagina-Depression verhindern, indem du regelmäßig Sex hast. Egal ob mit einem Partner oder mit dir selbst. Auch Massagen des Intimbereichs halten deine Vagina in Schwung.

Quellen