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PAP-Abstrich: Ab wann er gemacht wird & wie er abläuft

Der PAP-Abstrich oder auch PAP-Test ist eine gynäkologische Untersuchung zur Krebsvorsorge. Wie der Abstrich abläuft, ab wann du ihn durchführen lassen solltest und, wer bezahlt, erfährst du hier.

PAP-Abstrich: Was bedeuten Ergebnisse?
PAP-Abstrich: Was bedeuten Ergebnisse?
© Bigstock/ tonaquatic

Was passiert bei einem PAP-Abstrich?

Grundsätzlich ist der PAP-Abstrich ein Teil der Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt. Mit einem Wattetupfer, einem Spatel oder einer kleinen Bürste wird dann ein Abstrich vom Gebärmutterhals (Cervix) gemacht – dabei werden Zellen vom Muttermund und vom Gebärmutterhalskanal entnommen. Die Zellen werden auf einen Objektträger übertragen, der im Anschluss mikroskopisch im Labor auf Zellveränderungen untersucht wird. So können Entzündungen aber auch Krebsvorstufen erkannt werden.

Tut der PAP-Abstrich weh?

Nein. Manchmal kann es nach dem Abstrich zu leichten Blutungen kommen – das ist aber völlig normal und legt sich auch schnell wieder. Die meisten Frauen empfinden den Abstrich zwar als unangenehm – schmerzhaft ist er in der Regel aber nicht.

Wann und wie oft sollte der PAP-Abstrich gemacht werden?

Grundsätzlich sollte ab dem 20. Lebensjahr jährlich ein Abstrich zur Krebsvorsorge gemacht werden. Da der Test zur Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge dient, solltest du ihn ab diesem Alter auch regelmäßig durchführen lassen!

Wichtig: Der Abstrich sollte erst etwa fünf Tage nach deinem letzten Periodentag durchgeführt werden. Außerdem solltest du einige Tage vorher auf Gleitgel, Vaginalcremes oder ähnliches verzichten. Wenn du sicherstellen willst, dass das Testergebnis nicht verfälscht ist, solltest du etwa zwei Tage vor dem Test auch keinen Sex haben.

Wann bekomme ich die Ergebnisse vom PAP-Abstrich?

In der Regel dauert die Auswertung nur wenige Tage und je nach Frauenarzt wird er dich auf jeden Fall informieren. Einige Frauenärzte melden sich nur dann, wenn Auffälligkeiten vorliegen und du einen neuen Termin zur weiteren Untersuchung benötigst – frage am besten gleich bei deinem Test nach, wie das bei deinem Arzt ist.

Abstrich Frauenarzt: Was bedeuten die Ergebnisse?

Der Befund von einem Krebsabstrich wird meistens in vier Stufen eingeteilt:

  1. PAP I-II: unauffälliger Befund: hier ist alles in Ordnung – in einem Jahr steht der nächste PAP-Abstrich an.
  2. PAP III/ III D: auffälliger Befund – unklar, ob harmlose Veränderungen: hier besteht der Bedarf nach einer Kontrolle, vielleicht wird noch ein PAP-Test oder ein HPV-Abstrich durchgeführt. Ab jetzt sollten alle drei bis sechs Monate Abstriche gemacht werden. Dadurch können Veränderungen schnell erkannt werden – auch bei PAP IV & PAP V werden regelmäßiger Kontrollen gemacht.
  3. PAP IV: Verdacht auf starke Gewebeveränderungen: Eine Gewebeuntersuchung ist notwendig. In einer OP werden dafür Gewebeproben vom äußeren Muttermund entnommen und untersucht.
  4. PAP V: Es besteht die Möglichkeit, dass bösartige Tumorzellen bereits tief ins Gewebe eingewachsen sind: Eine Biopsie, bei der Gewebe der Gebärmutter entnommen und untersucht wird, ist hier meist nötig.

Auffälliges Ergebnis – was nun?

Ist dein PAP-Test auffällig, solltest du auf jeden Fall Ruhe bewahren. Mach jetzt nicht den Fehler, wild zu googlen – hier findest du nur Horrorgeschichten, die dir unnötig Angst machen. Verlasse dich hier auf deinen Arzt, er wird sich gut um dich kümmern und kann dir alle deine Fragen beantworten. Bedenke auch immer – ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht immer gleich, dass du eine schlimme Erkrankung hast. Denn laut der Ärztezeitung gibt es beim PAP-Abstrich eine recht hohe Quote als falschen Ergebnissen. Das bedeutet: Bei rund einem Drittel der Frauen, bei denen regelmäßig der Abstrich gemacht wird, kommt einmal ein auffälliges Ergebnis vor. Bei einem Nachfolgetest sind die Ergebnisse dann aber wieder normal.

Bei einem auffälligen Ergebnis könnte es deshalb sein, dass der Frauenarzt einen HPV-Test empfiehlt. Bei der Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die neben Genitalwarzen auch zu Krebs führen kann. Gegen HPV gibt es übrigens eine Impfung. Lass dich dazu von deinem Frauenarzt beraten.

Abstrich Frauenarzt: Wer bezahlt den PAP-Test?

Der PAP-Abstrich ist ein Teil der routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen. Im Alter zwischen 20 und 34 Jahren kannst du jährlich einen PAP-Test durchführen lassen – die Kosten hierfür trägt in der Regel deine Krankenkasse. Ab 35 Jahren soll jetzt ein Gebärmutterhalskrebs-Screening angeboten – hierbei wird der Abstrich mit einem HPV-Test kombiniert. Dieser Test wird in der Regel alle drei Jahre durchgeführt und oft trägt die Krankenkasse die Kosten.

Quellen