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Senkt Stillen das Eierstock-Krebs-Risiko?

Gibt es Mittel und Wege Krebs vorzubeugen? Forscher, Wissenschaftler und Ärzte empfehlen einen gesunden Lebensstil. Nun fanden Forscher in einer Studie heraus, dass das Eierstock-Krebs-Risiko auch durch Stillen verringert werden kann.

So kamen die Wissenschaftler zu Ergebnissen
So kamen die Wissenschaftler zu Ergebnissen
© Bigstock/ Mihailo K

Studie: Eierstock-Krebs-Risiko sinkt durch Stillen

In einer Studie, die von Jama Network, einem Fachblatt für Medizin veröffentlich wurde, zeigen sich Ergebnisse, die darauf hinweisen, dass Frauen, die mindestens einmal im Leben gestillt haben, ein geringeres Risiko auf Eierstock-Krebs haben.

Die Daten aus 13 vorherigen Studien von rund 24.000 Frauen wurden für die Studie ausgewertet, unter ihnen etwa 10.000 Eierstock-Krebs-Patientinnen. Was die bisherigen Studien nicht eindeutig zeigen konnten, wurde in dieser groß angelegten Studie klar: Stillen senkt das Risiko an Eierstock-Krebs zu erkranken um bis zu 24 Prozent.

So kamen die Wissenschaftler zu Ergebnissen

Zusätzlich zu den bereits bestehenden Ergebnissen der vorherigen Studien wurden von zusätzliche Daten erfasst: Wurde jemals im Leben gestillt, wie lange wurde gestillt, wie alt war die Frau zum Zeitpunkt des Stillens und wie lange war es her, dass gestillt wurde.

Hier zeigte sich unter anderem: Je länger gestillt wurde, desto geringer das Erkrankungsrisiko. So sinkt laut Studie das Risiko zwar auch bei kurzen Still-Zeiten von etwa drei Monaten, haben aber nicht denselben Effekt wie längeres Stillen:

  • Frauen, die ein bis drei Monate stillen – 18 Prozent geringeres Risiko, an Eierstock-Krebs zu erkranken
  • Frauen, die ein Jahr/länger stillen – 34 Prozent geringeres Risiko, an Eierstock-Krebs zu erkranken

Warum Stillen das Krebsrisiko so deutlich senkt, lässt die Studie jedoch offen. Möglicherweise hängt der positive Effekt mit dem unterdrückten Eisprung während der Stillzeit zusammen. Genaue Erkenntnisse gebe es aber noch nicht. Für diese Theorie spricht jedoch: Auch Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, haben ein verringertes Ovarialkarzinom-Risiko. Mit der Pille wird der Eisprung gezielt unterdrück, was eine Schwangerschaft verhindert.

Eierstock-Krebs: Zweit häufigster Krebs bei Frauen

Laut der deutschen Krebsgesellschaft ist Eierstock-Krebs oder auch Ovarialkarzinom – nach Brustkrebs – der zweithäufigste Krebs bei Frauen. Er ist deswegen besonders tückisch, da er oft erst in späten Stadien Symptome hervorruft.

Quellen