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Thrombose: Anzeichen und Risikofaktoren, die du kennen solltest

Eine Thrombose kann ganz plötzlich auftreten, daher ist es gut, wenn du weißt, welche Faktoren diese begünstigen, wie du eine Thrombose im Anfangsstadium erkennst und wie du vorbeugen kannst

geschwollene Wade = Thrombose? Nicht immer.
geschwollene Wade = Thrombose? Nicht immer.
Unsplash / Yi Wei 

Was ist eine Thrombose eigentlich?

Die Thrombose ist eine Gefäßverschluss. Sie tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel eine Vene verstopft. An sich ist die Gerinnung des Blutes ein Schutzmechanismus, etwa bei offenen Wunden. Hier sorgt die Blutgerinnung dafür, dass die Wunde verschlossen wird. Doch in den Gefäßen selbst sind Gerinnsel unerwünscht, denn diese behindern den Blutstrom.

In manchen Venen kann eine Thrombose lebensgefährlich werden, etwa wenn eine tiefe Bein- oder Beckenvene betroffen ist. Denn das Gerinnsel kann von dort aus mit dem Blut bis ins Herz und von dort aus in die Lunge geschwemmt werden. Hier kann das Gerinnsel wichtige Adern verstopfen und so eine lebensbedrohliche Lungenembolie auslösen.

Welche Ursachen hat eine Thrombose?

Laut Internisten im Netz gibt es vor allem drei Ursachen für die Entstehung einer Thrombose:

  • Blutgerinnungsstörung

Eine Störung der Blutgerinnung kann angeboren sein oder aufgrund einer Erkrankung entstehen. Manche Medikamente und hormonelle Einflüsse beeinflussen ebenfalls die Gerinnung.

  • Verlangsamung des Blutflusses

Die Gerinnsel können sich bilden, wenn das Blut langsamer fließt. Das ist etwa der Fall, wenn Beine und Arme lange stillhalten, etwa bei einem Flug oder nach einer Operation. Auch Krampfadern oder eine schwere Herzschwäche können dazu führen, dass das Blut langsamer fließt.

  • Verletzung der Gefäßinnenwand

Eine Verletzung einer Gefäßwand kann unter anderem bei einem Unfall oder auch bei starken Stößen und Schlägen entstehen.

Welche Faktoren begünstigen eine Thrombose?

Aufgrund dieser drei Ursachen lassen sich verschiedenen Faktoren eingrenzen, die die Entstehung einer Thrombose begünstigen können:

  • Blutgerinnungsstörungen
  • Infektionskrankheiten, Fieber
  • Operationen
  • Verletzungen
  • Langdauernde Überanstrengungen
  • Tumorerkrankungen
  • Längere Bettlägerigkeit oder Ruhigstellung einer Extremität, z. B. ein Gips
  • Schwangerschaft und Entbindungen
  • Einnahme von östrogenhaltigen Hormonpräparaten, wie z.B. der „Pille“
  • lange Flugreisen

Du siehst, es sind wirklich so einige Punkte, die eine Thrombose begünstigen können – aber nicht müssen. Daher ist es gut, wenn du weißt, welche Anzeichen es für eine Thrombose gibt.

Welche Anzeichen gibt es bei einer Thrombose?

Theoretisch kann In jedem Blutgefäß deines Körpers eine Thrombose entstehen. Meistens treten aber Bein- oder Beckenvenen-Thrombose auf.

Diese Anzeichen deuten auf eine Beinvenenthrombose hin

  • Schwellung der Wade, oft auch der Knöchelregion und des Fußes (oft ist die betroffene Wade messbar dicker)
  • Schwere- und Spannungsgefühl im Unterschenkel
  • Schmerzen im Unterschenkel, manchmal auch im Fuß, Oberschenkel oder der Leiste, die einem Muskelkater ähneln können
  • gespannte und bläulich verfärbte Haut
  • Überwärmung des Unterschenkels
  • stärker sichtbare Hautvenen
  • leichtes Fieber
  • beschleunigter Puls
  • das Bein kann sich rötlich bis bläulich verfärben
  • im Liegen oder durch Hochlegen des betroffenen Beins lassen sich die ersten Beschwerden oft lindern

Achtung: Auch wenn du keinerlei dieser Anzeichen zeigst, kann trotzdem eine Thrombose vorliegen. Denn manchmal treten gar keine Anzeichen aus. Eine sichere Diagnose kann nur ein Arzt stellen.

Daher gilt für dich, wenn du die Befürchtung hast, dass du eine Thrombose haben könntest, such umgehend einen Arzt auf. Denn je nachdem, wo sich diese befindet, kann es lebensbedrohlich für dich werden.

Wie kann ich einer Beinvenen-Thrombose vorbeugen?

Bewegung! Je nachdem, warum du deine Beine über einen längeren Zeitraum stillhalten musst, gibt es Übungen, die du machen kannst. Nach einer Operation kann dir das betreuende Team weiterhelfen und dir entsprechende Übungen zeigen. Bei einer Flugreise kannst du zum Beispiel versuchen einen Sitzplatz am Gang zu nehmen, um dich zwischendurch zu bewegen und immer wieder deine Sitzposition zu wechseln.

Aber auch im Alltag solltest du versuchen, dich regelmäßig zu bewegen. Du musst nun nicht gleich Sport machen, manchmal reicht es schon, öfter zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, wenn das deine Gesundheit zulässt. Trage locker sitzende Kleidung, die dich nicht einschnürt. Besonders wichtig ist dies bei Stützstrümpfen.

Zählen deine Medikamente zu den Risikofaktoren, kannst du mit deinem Arzt Rücksprache halten, ob es eventuell die Möglichkeit gibt, diese auszutauschen. Ansonsten gibt es vielleicht etwas, das dein Arzt dir verschreiben kann, um die Nebenwirkung der Medikamente auszugleichen.

Es gibt einige Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen. Diese können beispielsweise auch nach einer OP gegeben werden, um das Risiko einer Thrombose zu senken.

Quellen