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Die häufigsten Arten von Scheidensekret und ihre Ursachen

Welche Flüssigkeit kommt aus der Scheide? Bestimmte Arten von Scheidensekret sind ganz natürlich, andere können auf Probleme oder Erkrankungen hinweisen. Was die verschiedenen Vaginalsekrete bedeuten und, wann du besser einen Arzt aufsuchen solltest, erfährst du hier.

Wie muss Scheidensekret aussehen?
Wie muss Scheidensekret aussehen?
© Pexels/ chuanyu2015

In diesem Artikel:

Was ist Scheidensekret?

Vaginalsekret ist eine Körperflüssigkeit, die für die Befeuchtung der Scheide verantwortlich ist. Es hilft dabei, die Scheide feucht und sauber zu halten. Außerdem neutralisiert das Sekret Sperma und Menstruationsblut.

Natürliches Scheidensekret besteht vor allem aus Wasser – auch Harnstoffe, Proteine, Bakterien der Scheidenflora und andere Stoffe sind enthalten.

Wie viel Vaginalsekret produziert wird, unterscheidet sich von Frau zu Frau – außerdem variiert die Menge auch innerhalb des Zyklus. Durchschnittlich werden pro Tag etwa fünf Milliliter abgesondert.

Konsistenz, Farbe und Geruch des Sekrets sind jedoch abhängig von vielen Faktoren wie Alter, Ernährung oder Hygiene. Auch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren können die Menge und Beschaffenheit des Vaginalsekrets beeinflussen. Manche Frauen haben auch einfach eine höhere Produktion des Sekrets – ähnlich wie Menschen, die mehr schwitzen als andere.

Wie muss Scheidensekret aussehen? Das gesunde Sekret

Das natürliche Vaginalsekret ist weißlich, klar bis zart hellgelb und hat keinen eigenen Geruch. Die Konsistenz kann von wässrig bis dickflüssig variieren. Scheidensekret hat in der Regel einen sauren pH-Wert von etwa vier bis fünf.

Den ersten Ausfluss erleben Frauen meist als junges Mädchen in der Pubertät, auch als “Weißfluss” bekannt. Er verschwindet mit Beginn der Wechseljahre wieder.

Untypisches Scheidensekret: Anzeichen für eine Erkrankung?

Verändertes Vaginalsekret kann durch Hormonschwankungen oder Veränderungen des Lebensstils erklärt werden. Es kann aber auch ein erstes Anzeichen für Intimproblematiken sein, die eine Behandlung benötigen.

#1 Sekret ist krümelig: Pilzinfektion

Sollte dein Vaginalsekret weißlich und krümelig sein, könnte es um eine Pilzinfektion handeln. Nebensymptome sind ein starkes Jucken, Brennen und Schmerzen an der Scheide. Auch die Schamlippen und der Scheideneingang können gerötet sein.

 

#2 Scheidensekret mit unangenehmem Geruch: Infektion

Riecht das Vaginalsekret fischig, ist farblos bis gräulich und dazu dünnflüssig, ist das ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion. Der Ausfluss ist dabei stärker als üblich. Zudem kann es im Intimbereich Jucken und Brennen.

#3 verfärbtes Vaginalsekret: Parasiten

Ein parasitärer Befall zeigt sich oft durch viel Scheidensekret, der Ausfluss ist eher dünnflüssig und riecht sehr scharf. Die Farbe kann von gelblich bis zu bräunlich, in einigen Fällen sogar grünlich, variieren. Auch hier können Nebensymptome, wie Jucken und Brennen an der Vagina auftreten.

Der Erreger (Trichomonas vaginalis) kann durch sexuelle Interaktionen übertragen werden. Oft tritt ein Scheidensekret dieser Art auch bei einer Scheidenentzündung auf. Auch bei einer bakteriellen Vaginose finden sich oft begleitend Parasiten. Wichtig ist: Geschützter Sex kann einen Parasitenbefall vorbeugen.

Wann sollte ich zum Arzt?

Bemerkst du verändertes Vaginalsekret sowie andere Symptome wie Jucken, Brennen oder Schmerzen, solltest du diese Beschwerden von einem Arzt untersuchen lassen. Entzündungen und Pilze im Intimbereich müssen oft medikamentös behandelt werden, damit sich die Beschwerden nicht verschlimmern.

Quellen