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Vabbing – was es mit dem Vagina-Parfüm auf sich hat

vonMarisa Dathe

Klingt erstmal komisch, ist aber tatsächlich ein Trend: Vabbing. Damit ist die Verwendung der eigenen Vagina-Flüssigkeit als Parfüm gemeint. Wir klären auf, warum viele Frauen diesem Trend folgen und, ob Vabbing wirklich wirkt.

vonMarisa Dathe
© Pexels/Cliff Booth

Vabbing – der neue Dufttrend

Für einige mag dieser Trend womöglich eklig klingen, nichtsdestotrotz gibt es viele Frauen, die überzeugt sind vom sogenannten Vabbing. Der Begriff stammt aus dem englischen und setzt sich zusammen aus den Wörtern „Vagina“ und „dabbing“ also auf deutsch „Vagina tupfen“.

Und genau das ist bei dieser Methode auch gemeint: Man tupft sich sein eigenes Vaginalsekret hinter das Ohr, an den Hals oder auf das Handgelenk und verwendet es wie ein Parfüm.

Wundermittel „Vabbing“?

Und welchen Vorteil bietet das Verwenden des eigenen Vaginalsekrets als Parfüm?

Bewiesen ist es zwar nicht, doch die im Vaginalsekret enthaltenen Botenstoffe – besser bekannt als Pheromone – sollen die Attraktivität der Trägerin steigern und anziehender auf potenzielle Partner wirken.

Denn im Vaginalsekret sind sogenannte Kopuline enthalten, also ein Gemisch aus Fettsäuren, die Männern unterbewusst die Empfängnisbereitschaft der Frau signalisieren.

Die Wiener Wissenschaftler Astrid Jütte und Karl Grammer untersuchten die Wirkung der Kopuline auf 100 Männer, indem diese die Fotos von Frauen bewerten mussten, nachdem sie an einem Gemisch mit Vaginalsekret gerochen hatten. Das Ergebnis: Weniger attraktive Frauen schnitten durch die Duftsignale deutlich besser ab als im Normalfall.

Bei Studien mit Tieren konnte die Wirkung von Pheromonen bereits bestätigt werden. So wirken die Duftstoffe besonders vor dem Eisprung anziehend auf potenzielle Partner. Ob dieselbe Wirkung nun auf Menschen zutrifft ist allerdings bis heute umstritten, denn Menschen besitzen kaum noch Pheromon-Rezeptoren. Einen Versuch ist es aber allemal wert, oder?

So probierst du den Trend sicher aus

Wer Vabbing selbst austesten möchte, dem möchten wir die wichtigsten Tipps nicht vorenthalten:

  • Vor dem vabben Hände waschen nicht vergessen! So verhinderst du, dass deine Scheidenflora gestört wird. Weitere Infos und Tipps rund um das Thema Scheidenflora findest du hier.
  • Die beste Zeit für Vabbing ist vor dem Eisprung, da die Konzentration der Pheromone in der Zeit am größten sind.
  • Leidest du unter einer sexuell übertragbaren Erkrankung, solltest du in der Zeit auf Vabbing eher verzichten. Zwar ist eine Übertragung dadurch eher unwahrscheinlich, aber riskieren muss man es nicht.
  • Auch wer von bakterieller Vaginose betroffen ist, sollte eher auf Vabbing verzichten. Denn einer der Symptome der Infektion ist der „fischige“ Geruch und der schreckt potenzielle Partner eher ab.

Fazit: Ausprobieren oder nicht?

Haben wir dich mit diesem Artikel neugierig gemacht? Dann teste Vabbing doch einfach aus. Denn das gute am Vagina-Parfüm ist, das es umsonst und jederzeit „erhältlich“ ist. Ob du dadurch wirklich potenzielle Partner anziehst, ist wie gesagt zwar noch nicht ganz erforscht. Doch zu verlieren hast du nichts!

Quellen

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