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Egal wie viele Fragen dir gestellt werden, du bist die Antwort!

Übergriffige Fragen zu Menopause oder Beziehungsstatus sind für viele Frauen Alltag. Sie verstärken das negative Gefühl es “allen Recht machen zu müssen”. Mit ihrer neuen Kampagne #dubistdieantwort möchte Always auf diese Missstände aufmerksam machen. Dafür befragten sie Frauen jeden Alters und erzählen nun ihre Geschichten.

Eva (li) und Wera (re) - starke Frauen, die sich nicht durch Fragen verunsichern lassen,
Eva (li) und Wera (re) - starke Frauen, die sich nicht durch Fragen verunsichern lassen,
© Always

Frauen sehen sich in jedem Alter übergriffenen Fragen ausgesetzt

Von der Pubertät bis zu den Wechseljahren und darüber hinaus: Der Körper und die Vorstellungen von Frauen sind im stetigen Wandel. Was sich nicht verändert – das sind die unangenehmen Fragen, mit denen sie sich in jedem Alter konfrontiert sehen. Always hat aus diesem Anlass eine Studie bei YouGoV durchführen lassen, um auf den gesellschaftlichen Druck, dem Frauen ausgesetzt werden, aufmerksam zu machen.

Frauen denken viel zu wenig an sich selbst 

Im Zuge der Kampagne wurde zum Beispiel die 68-jährige Reisebloggerin Eva zum Thema stilvolles Altern befragt. Die ausgebildete Grafikdesignerin und Zahnärztin antwortete auf die Frage, ob ihr schon einmal übergriffige Fragen gestellt wurden: “Nein, kein Mensch traut sich, mir übergriffige Fragen zu stellen. Irgendwie strahle ich sowas aus. Das ist anders bei manchen Freundinnen in meinem Alter, die in einer großen Abhängigkeit leben – meist zu ihren Ehepartnern.”. Sie persönlich glaubt, dass dies ein Fehler ist

Viele Frauen würden zu viel an die Familie, an ihre Kinder, ihre Enkelkinder denken und viel zu wenig an sich. Auf die Frage was sie davon halte, dass Männer im Alter besser werden und Frauen eher verlieren antwortete sie: “Das ist eine unmögliche Ansicht. Männer in meinem Alter kannst du alle vergessen. Die haben „Knie“, die haben „Rücken“, die haben Haare aus der Nase, Haare aus den Ohren, die sind ungepflegt.”. Sie ist der Meinung, dass Frauen immer besser werden.  

Die 64-jährige ist stolz auf sich. Es sei alles so gekommen, wie sie es sich vorgestellt hätte. Sie sagt über sich selbst: “Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich wirklich auf der Sonnenseite des Lebens und nicht krank bin.”. Außerdem lerne Sie gerade Italienisch, denn auch im Alter ist Sprachen lernen möglich. 

#dubistdieantwort

Auch die 75-jährige, ehemalige Tänzerin und Autorin Wera wurde von Always befragt. Sie antwortete auf die Frage, ob Sie schon einmal von teilweise fremden Personen übergriffige Fragen gestellt bekommen hätte: “Weiß ich eigentlich gar nicht, vielleicht weil die Leute neugierig sind oder aber der Meinung, sie können sich herausnehmen, alles zu fragen. Die wichtigere Frage: Muss es deshalb eine Antwort geben?”. Wera sagt über ihr Selbstbewusstsein, dass es sich wahnsinnig gewandelt hätte. Wenn sie zurück an ihre Teenagerzeit denke, will sie auf keinen Fall mehr jung sein. “Ich fühle mich so selbstbewusst, wie noch nie in meinem Leben.”, sagt die 64-jährige. 

Fragen zu Wechseljahren und Co. verunsichern 

 „Fühlst du dich überhaupt noch weiblich in deinem Alter?“ oder „Wie, du arbeitest weiterhin Vollzeit?“, sind genau solche Fragen, die Frauen immer wieder gestellt werden. Das Gegenüber stellt sie meist nicht aus Boshaftigkeit sondern eher aus Neugier oder Interesse.  

Jedoch sind diese Fragen sehr privat und möchten nicht mit jedem besprochen werden. Beispielsweise die Frage nach den Wechseljahren kann für viele Frauen sehr belastend sein. Denn in dieser Zeit durchlebt der Körper eine kleine Revolution. Schweißausbrüche und Hitzewallungen werden zum ständigen Begleiter und machen Frau das Leben schwer. Wenn dann noch aus dem Umfeld unangenehme Fragen gestellt werden, fühlt man sich schnell verunsichert. 

Fragen bezüglich der Menopause werden auch der 75-jährigen Autorin Wera gestellt. Sollten diese Fragen ohne Bezug gestellt werden, antworte sie erst gar nicht: “Weil ich die Frage einfach dumm finde.”. Sie fühle sich heute nach der Menopause fast weiblicher als früher. Sie sagt: Weil ich mit meinem Geschlecht spiele, zum Beispiel durch ein androgynes Äußeres. Das finde ich ästhetisch und interessant und das habe ich früher nicht gewagt.”. 

Lebensziele widersprechen gesellschaftlichen Erwartungen

Die Umfrage von Always beschäftigt sich mit den Auswirkungen solcher Fragen auf Frauen. Das Ergebnis: 65 Prozent der 18- bis 34-jährigen nehmen die gesellschaftlichen Erwartungen als Druck wahr. Insbesondere Fragen die sich um die Menopause, Kinderwunsch oder den Beziehungsstatus drehen, werden als unangenehm empfunden. Eine der befragten Frauen der Studie, spricht das aus was viele Betroffene denken: „Ich habe das Gefühl, andere erwarten von mir immer für jeden alles richtig zu machen.“ Denn nicht immer gehen die Wünsche und Ziele der Frauen mit den gesellschaftlichen Erwartungen einher. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Studie wider: 41 Prozent der befragten Frauen geben an, dass die Gesellschaft von ihnen erwartet, für ihre Familie die eigene Karriere zu opfern, während nur sieben Prozent tatsächlich dazu bereit sind.

Auch Wera bekommt die gesellschaftlichen Erwartungen als Frau zu spüren. Sie selbst empfindet das als unangemessen. Die Gesellschaft stellt die Erwartung an sie, dass sie sich gemäß dem traditionellen Rollenbild des 20. Jahrhunderts verhalten soll. “Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Mir ist es noch nicht begegnet, dass man es mir direkt sagt, aber ich merke es an den Blicken, dass manche Menschen über meinen Lebensstil erstaunt sind, der nicht zu diesen Erwartungen passt.”, verrät sie. Früher habe sie das beeinflusst, zu Beginn sei sie ein bisschen verunsichert gewesen und habe sich gefragt “Mache ich was falsch?”. Sie habe sich dann aber nein gesagt, es sei alles gut so, wie es ist.

Durch regelmäßigen Sex spätere Wechseljahre

Frauen sollen ihr Leben selbstbestimmt gestalten

Always möchte mit ihrer neuen Kampagne #dubistdieantwort Frauen darin bestärken, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Marketingdirektor Tobias Grafe erklärt in einer Pressemitteilung: „Always möchte Frauen darin bestärken, für ihre individuelle Lebensplanung ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten – unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen und Normen.“

Leider ist das bis heute nicht für alle Frauen möglich. Wera beispielsweise hatte das Gefühl aufgrund gesellschaftlicher Erwartungen bestimmte Dinge nicht erreichen zu können. Sie sagte: “Ich bin eine „Nachkriegstochter“ und unsere Biografien beinhalten häufig brüchige Erwerbsbiografien. Als wir Kinder bekommen haben, sind wir zu Hause geblieben und haben nicht weitergearbeitet und somit nicht in die Rente eingezahlt.”. Berufliches Weiterkommen stand für sie damals außer Frage.

Wie genau Frau ihr Leben zu gestalteten hat, sollte aber nur eine Person entscheiden – sie selbst. Passend dazu die Kernbotschaft der Always Kampagne: „Egal wie viele Fragen dir gestellt werden, du bist die Antwort!“.