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10 Wissenschaftlerinnen, die die Medizin revolutioniert haben

Frauen mussten sich ihren Platz in der Wissenschaft schwer erkämpfen. So hieß es bis in das 19. Jahrhundert hinein – und teilweise noch heute – Frauen seien nicht qualifiziert genug für Forschung. Dass das so nicht stimmt und Frauen einen wichtigen Beitrag zur Medizin geleistet haben, beweisen diese 10 Wissenschaftlerinnen.

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1. Ann Tsukamato (*1952) – StammzellenforscherinDie bedeutendsten Fortschritte in der Zellmedizin verdanken wir Ann Tsukamoto. Der US-amerikanischen Stammzellenforscherin und ihren Kollegen gelang es 1991 menschliche Blutstammzellen zu isolieren. Damit ermöglichten sie eine einfachere Erforschung von schwer heilbaren Krankheiten wie Leukämie.
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2. Barbara McClintock (1902-1992) – GenetikerinJahrzehntelang forschte die US-amerikanische Genetikerin an „springenden Genen“ und fand heraus, dass das Erbgut entgegen der Annahme aller nicht fest in den Genen verankert liegt. Und obwohl die Tragweite ihrer Entdeckung enorm war – denn die springende Gene sind unter anderem für Antibiotika-Resistenzen von Bakterien verantwortlich – erhielt sie erst 30 Jahre nach ihrer Entdeckung einen Nobelpreis.
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3. Christiane Nüsslein-Volhard (*1942) – EntwicklungsbiologinDie deutsche Entwicklungsbiologin und Genetikerin Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 für ihre Entdeckungen von Genen, die die Entwicklung von Tier und Mensch steuern den Nobelpreis für Medizin. Dahinter steht die Frage, wie sich aus einer Eizelle ein kompletter Organismus entwickelt und welche Gene und Proteine daran beteiligt sind.
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4. Françoise Barré-Sinoussi (*1947) – VirologinDiese Pariserin Françoise Barré-Sinoussi hat tatsächlich den HI-Virus entdeckt. Schon im Jahr 1983 stellte sie fest, dass es einen Zusammenhang zwischen der Infektion mit dem Virus und der sich damals zur Pandemie entwickelten Krankheit gab. Auf Basis ihrer Grundlagenforschung konnte man Medikamente entwickeln, die die AIDS-spezifischen Symptome möglichst lange unterdrücken können. 2008 wurde Barré-Sinoussis Arbeit schließlich mit dem Nobelpreis honoriert.
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5. Gertrude Belle Elion (1918-1999) – BiochemikerinDie Erfolgsgeschichte der US-Amerikanerin Gertrude Belle Elion begann bereits, als sie gerade einmal 15 Jahre alt war. Denn damals starb ihr Großvater an Magenkrebs und sie beschloss Chemie zu studieren um Krankheiten wie diese zu besiegen. Nach ihrem Schulabschluss schrieb sie sich als einzige Frau ihres Jahrgangs an der New York University ein und wurde schließlich zu einer Pionierin in der Chemotherapie. Im Jahr 1988 erhielten sie dann zusammen mit ihrem Chef George Hitchings den Nobelpreis für Medizin, nachdem sie ein Medikament zur Behandlung von Leukämie entwickeltet hatten.
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6. Jennifer Doudna (*1964) – BiochemikerinIm Jahr 2012 veröffentlichte die US-Amerikanern Jennifer Doudna zusammen mit der Genetikerin Emmanuelle Charpentier eine grundlegende Arbeit zur Gen-Schere Crisp. Dabei handelt es sich um eine Methode der Gentechnologie, mit der einerseits Designer-Babys entstehen können, andererseits aber auch Krankheiten wie Mukoviszidose, Chorea Huntington und HIV bekämpft werden können. 2020 wurden die beiden für diese Entdeckung mit einem Nobelpreis belohnt.
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7. Marie Curie (1867–1934) – Physikerin, ChemikerinDiese Naturwissenschaftlerin kennen einige, denn Marie Curie war die erste Frau, die einen Nobelpreis verliehen bekam. Sie forschte zusammen mit ihrem Doktorvater und ihrem Ehemann im Bereich der Radioaktivität und legte damit den Grundstein für die moderne Radiologie. 1911 erhielt sie dann noch einen zweiten Nobelpreis, womit Marie Curie eine von zwei Personen ist, die jemals in zwei unterschiedlichen Kategorien diesen Preis erhalten hat. Ab 1914 leitete sie dann das Radium-Institut in Paris und setzte sich dort besonders für die Förderung von Frauen und ausländischen Wissenschaftlern ein.
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8. Rita Levi-Montalcini (1909–2012) – NeurobiologinDie italienische Neurobiologin Rita Levi-Montalcini gewann 1986 zusammen mit anderen Wissenschaftlern den Nobelpreis für die Entdeckung des Nervenwachstumsfaktors (NGF), der zur Erneuerung von Nervenzellen beiträgt. Diese Entdeckung ist bis heute wichtig, um Schlüsse aus Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu ziehen und passende Medikamente dagegen zu finden. Obwohl Rita für einen Meilenstein in Sachen Alzheimer und Krebs gesorgt hat, war ihr Weg dorthin alles andere als leicht. Ihr Vater war nämlich partout dagegen, dass sie eine höhere Bildung als Medizinerin anstrebt und wollte, dass sie ausschließlich Ehefrau und Mutter wird. Das brachte Rita Levi-Montalcini jedoch nicht von ihrem Weg ab.
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9. Rosalind Franklin (1920-1958) – BiochemikerinDie Britin Rosalind Franklin war eine anerkannte Biophysikerin und trug wesentlich zur Entdeckung der menschlichen DNA bei. Für ihre Entdeckung wurde sie allerdings nie ausgezeichnet. Stattdessen erhielten zwei Männer, Francis Crick und James Watson 1962 den Nobelpreis für die Strukturaufklärung der DNA. Sie arbeitete zudem auf dem Gebiet der Röntgenstrahlung und Molekularstruktur.
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10. Tu Youyou (*1930) – PharmakologinDass das Anstecken mit Malaria heute nicht mehr einem Todesurteil gleicht, haben wir der chinesischen Pharmakologin Tu Youyou zu verdanken. Denn sie entwickelte ein wirksames Mittel gegen die gefährliche Infektionskrankheit. Dabei profitierte Youyou auch von ihren Kenntnissen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). 2015 erhielt sie zudem als erste chinesische Wissenschaftlerin den Nobelpreis für Medizin für ihre Forschung.
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Quellen

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