Bookmark

Schmerzen beim Sex: Ursachen und Hilfe

Schmerzen beim Sex lassen jede Leidenschaft verschwinden. Wir zeigen dir, welche Auslöser es für diese Beschwerden geben kann:

Mit Schmerzen beim Sex bist du nicht allein
Mit Schmerzen beim Sex bist du nicht allein
© Pexels/ Polina Zimmerman

In diesem Artikel:

Libido, Lust, Leidenschaft – eigentlich soll Sex allen Beteiligten Spaß machen, aber leider ist das nicht immer der Fall, denn immer wieder gibt es Klagen über Schmerzen beim Sex. Das belastet die Betroffenen, aber auch die Sexpartner. Wer immer wieder Schmerzen erleiden muss, hat schon bald gar keine Lust mehr und will am liebsten nichts mehr von Sex wissen.

Ungewollte Schmerzen haben bei sexuellen Aktivitäten nicht zu suchen, daher ist es wichtig, sich in Ruhe mit diesen auseinanderzusetzen. Eventuell tut dir hier auch eine sexuelle Pause ganz gut. Falls dem so ist, lass dich bitte von niemanden drängen und höre auf dein Körpergefühl. Denn du hast das Recht auf ein lustvolles Sexleben ganz nach deinem Geschmack.

Schmerzen beim Sex: Fehlende Lust und Unsicherheit

Schmerzen beim Sex werden als sexuelle Funktionsstörung, medizinisch Dyspareunie oder Algopareunie bezeichnet. Bei den Ursachen fangen wir mit den allgemeinen an und arbeiten uns dann zu spezifischeren vor. Grundlegend gilt: Wenn die weibliche Libido nicht genügend entfacht ist, ist der Körper nicht bereit für Sex. Sprich, wenn du nicht feucht wirst, können Aktivitäten rund um Vulva und Vagina schmerzhaft sein. Manchmal reicht es schon, dass dein Kopfkino entsprechend stimuliert wird, sei es durch Filme, Bilder oder den Austausch von Fantasien.

Wer sich unerfahren oder unsicher fühlt, hat es schwer, sich fallen zu lassen. Diese fehlende Sicherheit und Vertrauen können unbewusst zu einer ablehnenden Haltung gegenüber Sex führen, sprich dein Körper macht buchstäblich dicht. Hier hilft eine vertrauensvolle Kommunikation, damit du dich gut aufgehoben fühlst und dich in jedem Sinne öffnen kannst.

Manchmal ist auch dein Gegenüber etwas unbedarft und macht vielleicht etwas, das dir Schmerzen bereitet. Hier hilft eine klare und offene Kommunikation. Zeig deutlich, was du magst und was nicht. Hier helfen Masturbationsspielchen, um untereinander zu zeigen, wie man sich selbst Lust und Befriedigung verschafft.

Ob das die Ursachen bei dir sind, kannst du herausfinden, wenn du masturbierst. Falls du hier ebenfalls Schmerzen hast, liegt es wohl nicht unbedingt an deinem Gegenüber beim Sex. Deswegen betreiben wir weitere Ursachenforschung.

Die Psyche macht dicht

Manchmal sind es emotionale und seelische Probleme, die dazu führen, dass der Sex keinen Spaß macht oder gar Schmerzen verursacht. Denn wenn du Stress, Trauer und Angst spürst, ist es wirklich schwierig, in die richtige Stimmung zu kommen. Vielleicht gibt es auch Probleme oder Konflikte in der Beziehung zu deinem Gegenüber und da ist Sex nun auch nicht gerade Platz 1 auf der Wunschliste.

Je nach deiner individuellen Lebenssituation gibt es weitere Faktoren, die den Sex schwieriger werden lassen. So ist etwa der Sex nach einer Geburt ein Balanceakt. Hier solltest du ganz klar auf dein eigenes Körpergefühl hören, um zu entscheiden, wann du wieder Sex haben möchtest und wie. Denn so manche Geburtsnachwirkung, wie etwa ein Dammriss, kann zu Schmerzen beim Sex führen. Ganz zu schweigen von der hormonellen Umstellung, die deine Libido auf und ab tanzen lässt.

Auch in den Wechseljahren kann man sein Sexleben völlig neu entdecken, wenn man auf seinen Körper hört. Denn die hormonelle Umstellung kann die Lust an- und abschwellen lassen, aber trotzdem ist das kein Grund, kein erfülltes Sexleben haben zu können. Ganz im Gegenteil, so manche Betroffene genießt es jetzt umso mehr und entdeckt für sich völlig neue Facetten der Lust.

Beschwerde in Folge von Krankheiten

Schmerzen beim Sex können aufgrund einer Erkrankung auftreten. Hier sind diese Schmerzen ein Symptom, das medizinisch abgeklärt werden muss. Zu diesen zählen beispielweise:

Diese Ursachen können durch eine umfassende medizinische Untersuchung in deiner gynäkologischen Praxis diagnostiziert werden. Doch dazu brauchst du den Mut, das Thema offen anzusprechen, denn in dem Gespräch können bereits erste Hinweise auf die Ursache gesammelt werden. Wichtig hierbei ist, wo du die Schmerzen genau empfindest und in welcher Situation. Gibt es für dich dabei Auffälligkeiten oder Regelmäßigkeiten, beispielweise treten diese kurz nach dem Zyklus auf oder hast du auch bei deiner Regelblutung Schmerzen? Wie wohl fühlst du dich in deiner Partnerschaft? All diese Infos helfen deinem medizinischen Team dabei, die Ursache immer weiter einzukreisen.

Du bist nicht allein!

Du bist mit dem Thema Schmerzen beim Sex nicht allein und es gibt immer die Hoffnung, dass die Ursache gefunden und therapiert werden kann. Daher ist es gut, wenn du dir ein Herz fasst und einen Termin in einer gynäkologischen Praxis vereinbarst. Denn mit dem nötigen Fachwissen ist es einfacher, deine speziellen Ursachen ausfindig zu machen.

Tipps für deinen Intimbereich:
  • Wasche deinen Intimbereich nur mit Wasser, denn alles andere könnte diesen reizen
  • Immer von vorne nach hinten waschen
  • Vermeide Textilien, die im Schritt kneifen oder scheuern
  • Waschmittelreste können deine Haut reizen, nutze daher für deine Slips lieber Sorten, die frei von Parfüm und Aufheller sind

Wenn du jetzt auf der Suche nach Inspiration und mehr Infos rund um dein Sexleben bist, laden wir dich herzlich ein, in unserer Rubrik Sexualität zu stöbern. Hier sammeln wir Tipps, Infos und Ideen rund um ein erfülltes Sexleben.

Quellen